Demonstrativ nannte sich der junge König, der am 25. Februar 1713 die Nachfolge antrat, "Friedrich Wilhelm I.". Er wählte den für Könige unüblichen Doppelnamen und bezog sich obendrein auf den des Großvaters.
Die ersten Amtshandlungen Friedrich Wilhelm I. bedeuteten sowohl für die Außenpolitik als auch für die Innenpolitik, vor allem aber für Kunst und Kultur, einen radikalen Bruch mit der Zeit des ersten Königs.
Friedrich I. hatte nicht bloß Schulden hinterlassen. Berlin war unter seiner Regierung zum alles überragenden Wirtschaftszentrum Brandenburgs geworden. Tausende Menschen hatte der König in seine Länder gezogen, Künstler und Gelehrte an den Hof gezogen. Waren sich Vater und Sohn tatsächlich nur darin einig, in Gott ihren eonzigen Herrn zu sehen?