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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

22. Stunde = Verwaltungsperformance = Zeitmaschine

Verwaltungsperformance von Holger Dreissig



20 Jahre Verwaltungsperformance. Als das Projekt 1992 mit der „1. Stunde“ Premiere hatte, war klar, dass es 24 Stunden umfassen sollte, aber nicht, wohin diese Reise führen würde.
Jetzt, auf der Zielgeraden, wird deutlich, worauf alles hinausläuft. Mit Haltung und Humor haben Holger Dreissig und seine Mitstreiter erforscht, was sich nicht verwalten lässt und das Unaussprechbare sichtbar gemacht (Wahn, Tod, Traum, Schmutz, ekstatische Zustände, Parasiten usw.). Dabei haben sie sich verschiedenster Formen bedient (Komödie, Science Fiction, Gerichtsdrama, Horror…).

Mehr als alles andere bestimmt die Zeit unser Leben in jeder Sekunde. Je weiter Technik und Naturwissenschaften fortschreiten, desto deutlicher wird, dass die Zeit sich ihrem Zugriff am nachhaltigsten entzieht. „Gerade in einem technischen Zeitalter wie dem unsrigen, in dem fast alles machbar und manipulierbar ist, verstört uns dieses sperrige Ding namens Zeit bis ins Extrem, weil es sich allen Beeinflussungsversuchen widersetzt. Die Zeit lässt sich nicht abbauen, ernten, lagern, kaufen, vermieten, vermehren, ja nicht einmal als obligato¬rische letzte Lösung – zerstören. Sie ist einfach da und kümmert sich einen Teufel um uns.“ (Wolfgang Jeschke & Karl Michael Armer)

Mit der 22. Stunde = Verwaltungsperformance = Zeitmaschine werfen wir gemeinsam mit Holger Dreissig und seinem Team einen Blick ins Stundenglas der Zeit und unternehmen eine Zeitreise. Zeitreisen sind dadurch motiviert, in der Zukunft nachzuschauen, wie man sich vorzusehen hat oder ob man auf dem richtigen Weg ist. In die Vergangenheit begibt man sich, um eine zweite Chance zu haben, einen Fehler zu beheben, etwas wieder gut zu machen, den Kurs zu korrigieren und letztlich zu heilen.

Verrückte Zeiten. Wir stehen an einer Epochenschwelle. Für alle spürbar, sind die alten Gewissheiten in Auflösung begriffen. Nichts ist mehr sicher. Wir müssen einen ungeschützten Zwischenzustand ertragen. Zunehmend scheinen Zeitgenossen in Parallelwelten und anderen Zeiten zu verschwinden. Andererseits verlassen immer mehr Menschen das „Narrenschiff“, koppeln sich ab von den „Blödmaschinen“, und junge Leute entwickeln „Medienkompetenz“. Verwaltungsperformance ist voller Zuversicht.
Unsere Zeitreise führt uns zuerst in die Videothek und von dort aus nach Irland, nach Belfast, zur Titanic und dem DeLorean (der Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“). Wir erleiden einen Unfall, als wir kurzzeitig die Zeitmaschine verlassen und auf einen Drahtesel umsteigen. Wir treffen Doctor Who, eine historische Figur und begegnen einer Reisegruppe aus der Zukunft. Wir folgen einer Vorahnung, geraten in eine Zeitschleife (Loop), und kämpfen mit Paradoxien und Zeiträubern. Den Ebenenwechsel vollziehen wir mit luzider Eleganz.

Mit: Muriel Aichberger, Deman Benifer, Oli Bigalke, Holger Dreissig, Tom O’Malley, Ben Stangl
Lichtdesign: Susanne Koch
Coaching: Matthias Hirth
Texte, Regie, Bühne, Kostüme: Holger Dreissig

„Zeitmaschine“ wird gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und findet mit freundlicher Unterstützung durch i-camp / neues theater münchen statt.



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