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Der Wind macht das Fähnchen

Ein Einfamilienstück von Philipp Löhle



Neunzehnhundertirgendwas: Vater, Mutter und zwei Kinder. Eine typische Kleinfamilie in Deutschland; Sonntagsfrühstück, Bungalow an der Nordsee, Federball, mit dem Flieger nach Italien, langweilige Sommerferien, Abischerz. Dann kommt das Internet, und der Vater kommt nicht mit und wird arbeitslos. Es folgt: sparen müssen, getrennte Elternwohnungen, halbherzige Wiedervereinigungen und der schleichende Einbruch von Misstrauen. Zweitausendundsoweiter: Die Familie ist leider doch keine idyllische Pazifikinsel … Philipp Löhle zeigt in seinem humorvollen Einfamilienstück die Familie als kleinste gesellschaftli-che Zelle, als einen zerbrechlichen Beziehungsraum, der vor äußeren Einflüssen schwer zu schützen ist.

Löhle ist einer der erfolgreichsten jungen Dramatiker in Deutschland. 2007 wurde er zum Dramatiker-Workshop des Berliner Theatertreffens eingeladen und für „Lilly Link“ mit dem Jurypreis des Heidelberger Stückemarktes ausgezeichnet. 2008 war er mit „Genannt Gospodin“ für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert; er erhielt dafür außerdem den Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Von 2008 bis 2010 war er Hausautor am Berliner Maxim Gorki Theater.

Inszenieren wird „Der Wind machtt das Fähnchen“ Regisseur Frederik Tidén. Er wurde 1987 in Stockholm geboren und studierte Schauspielregie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Hospitanzen und Assistenzen absolvierte er unter anderem bei Luk Perceval und Armin Petras. Er inszenierte mehrere kleine Arbeiten an den Münchner Kammerspielen, u.a. im Rahmen der Langen Nacht der Jungen Dramatik und der Veranstaltungsreihe „Plattform“. Als Studienprojekte an der Otto-Falckenberg-Schule zeigte er u.a.: 2009 „Werwolf“ von Rainer Werner Fassbinder im Neuen Haus der Kammerspiele (Gastspiel bei der Young Actors Week in Salzburg) und 2010 „Die Jungfrau von Orleans“ nach Friedrich Schiller im Pathos Transport Theater München.

Regie: Frederik Tidén
Ausstattung: Kerstin Bayer
Dramaturgie: Friederike Engel

Mitwirkende:
Regine Andratschke (Mutter), Maike Jüttendonk (Tochter), Mark Oliver Bögel (Vater), Dennis Laubenthal (Sohn)


Foto:Theater Münster


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