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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Figaros Hochzeit (Le Nozze di Figaro)

Commedia per musica von Wolfgang Amadeus Mozart



Libretto von Lorenzo Da Ponte

Koproduktion mit dem Staatstheater Nürnberg



Ein gräfliches Schloss am Vorabend der französischen Revolution. Die Diener Figaro und Susanna vermessen schon ihr Schlafzimmer, denn bald soll geheiratet werden. Aber so einfach geht das nicht. Mächtige Widerstände bauen sich gegen die Hochzeit der jungen Leute auf. Marcellina möchte Figaro heiraten und hat das Druckmittel, dass er ihr Geld schuldet. Doktor Bartolo kann Figaro ohnehin nicht ausstehen und tut alles, um ihm in die Quere zu kommen. Doch der gefährlichste Gegner ist der Chef selbst, Graf Almaviva. Er steckt tief im Ehefrust und hat sich Susanna als Objekt seiner erotischen Sehnsüchte ausersehen. Das berüchtigte Recht der ersten Nacht hat er zwar in einer Aufwallung von Menschenfreundlichkeit abgeschafft, aber könnte man es nicht wieder einführen, nur für diesen Fall? Alle sehen ihre Felle davonschwimmen: Figaro und Susanna ihre gemeinsame Zukunft, die Gräfin die Reste ihrer Ehe und der Frauenliebling Cherubino das bequeme Leben als Charme sprühendes Weichei. Die Intrige wird gesponnen. Figaro fordert den Grafen zum Tanz, und der macht dabei keine gute Figur.



In den sehr persönlichen Auseinandersetzungen einer kleinen Gemeinschaft spiegelt sich wie in einer Nussschale das politische Pulverfass, auf dem Europa in der Mitte des 18. Jahrhunderts sitzt. Die neuen Ideen von Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit haben ihren Siegeszug in den Köpfen auch der unteren Bevölkerungsschichten begonnen. Immer weniger können sich die Eliten der Gesellschaft auf ihre Macht verlassen, immer mehr kommt es darauf an, wie der Einzelne seine Spielräume nutzt. Figaro und Susanna, die geschickten, unverdrossenen und wütenden Diener, bringen das Publikum und, mit etwas Glück, auch die Mitspieler auf ihre Seite. Dabei verbirgt sich unter klassenkämpferischen Parolen nicht selten der blanke Eigennutz. Mozarts erste Arbeit mit Lorenzo Da Ponte ist ein schillerndes, böses und musikalisch funkelndes Stück Komödie, in dem der Schritt vom Betrüger zum Betrogenen kaum weiter ist als der von einer Arie zur nächsten.





Musikalische Leitung: Jac van Steen

Regie: Mariame Clément

Bühne und Kostüme: Julia Hansen

Choreinstudierung: Granville Walker

Dramaturgie: Georg Holzer

Mit: Gerardo Garciacano (Graf Almaviva), Christiane Kohl (Gräfin Almaviva), Anke Briegel/Julia Amos (Susanna), Morgan Moody (Figaro), Ileana Mateescu (Cherubino), Katharina Peetz (Marcellina), Christian Sist (Doktor Bartolo), Tamara Weimerich (Barbarina), Hannes Brock (Basilio)



Termine

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