
Daniel Schneider ist zwölf Jahre alt. Sein Bruder Stefan, der freiwillig zur Bundeswehr ging, wurde in Afghanistan stationiert und wird dort durch eine Bombe getötet.
Daniel beginnt seinen ganz eigenen Protest gegen den Krieg, gegen die Schule, gegen die Eltern: In einer selbst gemachten Show spielt und erzählt er von all den seltsamen und merkwürdigen Dingen, die nach dem Tod des Bruders geschahen. Er erzählt von Trauer, Verlust und Revolte, von Schnee im Haus, von einem sprechenden Brief, von unpassender Kleidung in der Schule, Hormonen, sprachlosen Eltern und überforderten Lehrern, von Toten und Untoten, vom Sleep-In mit John Lennon und Yoko Ono, einer unglaublichen Reise nach Mazar-i Scharif, von einer heilen Familie und nicht zuletzt von einem traumhaften Tor.
Ein Stück, das in 70 Minuten den langen Weg vom Schock durch die Todesnachricht, über sprachlose Trauerlähmung, frühpubertäre, tief verzweifelte Verweigerungshaltung, bis zur Revolte und neuer Lebenshoffnung plausibel, voller Zartheit und mit wunderbarem Humor erzählt. (...) Der feine Humor, die vielen musikalischen Glücksmomente, eine mutige und instinktsichere Inszenierung entließ das Premierenpublikum vollkommen begeistert in die Sommernacht. (Abendzeitung Nürnberg)
Es spielen: Michael Bang, Michael Schramm, Thomas Stang, Sabine Zieser | Regie: Alex Byrne | Bühne: Maria Pfeiffer | Kostüme: André Schreiber | Lichtdesign: Anuschka Freund | Bühnenbau: Gabriela Wieczorek | Regieassistenz: Nadiah Riebensahm
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