Wenige Gegenden Berlins haben ihre Gestalt nach den Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs so radikal verändert wie die Stadtmitte zwischen Ring- und Stadtbahn.
Das ehrgeizigste Bauprojekt in Ost-Berlin war die Bebauung der Stalinallee (1949-61) in Friedrichshain, heute Karl-Marx-Allee und Frankfurter Allee. Sie wurde als „erste sozialistische Straße in Deutschland“ gefeiert.
Etwa dreitausend Wohnungen entstanden im Rahmen des Nationalen Aufbauprogramms nach der Planung von Hermann Henselmann und Richard Paulick. Ein- bis dreihundert Meter lang und sieben bis neun Geschosse hoch beeindrucken die Wohnblöcke durch ihre Monumentalität und die Qualität der Ausführung.
Die Arbeiter, die hier die von der SED propagierten „Paläste für das Volk“ erbauten, brachen zum Aufstand vom 17. Juni auf.
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