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KlassikSommer Hamm 2013

Lieben Sie Brahms? fragt der KlassikSommer 2013 – und ist sich sicher, dass es nur eine Antwort auf die Frage gibt, die Anthony Perkins Ingrid Bergmann im Kinofilm stellte. Die 1. und 3. Sinfonie des Romantikers sind seit diesem Film Millionen vertraut. Dass es noch mehr zu entdecken gibt im Werk des Meisters, beweist der Brahms-Zyklus im KlassikSommer 2013 vom 16. Juni bis zum 26. Juli 2013.

Mit vier wunderbaren Sinfonien, gekoppelt mit zwei Klavierkonzerten, Violinkonzert und Doppelkonzert für Cello, Violine und Orchester, präsentiert Frank Beermann Brahms.

Brahms galt als legitimer Nachfolger Beethovens. Konkurrenten wie Tschaikowski verkannten ihn, Bewunderer wie Robert Schumann verehrten ihn – für Schumann war er ein „Berufener“.
Die „Neudeutschen“ um Richard Wagner bekämpften die „Brahmsianer“ als rückständige Vertreter der „altmodischen“ Sinfonik. In jedem Fall war Brahms neben seinem Gegenspieler Wagner der berühmteste lebende Komponist seiner Zeit.

Herbert Schuch, Karl-Heinz Kämmerling-Schüler und Alfred-Brendel-Schützling, spielt zum Eröffnungskonzert das skandalöse 1. Klavierkonzert, am 5. Juli im Kurhaus dann das Folgewerk (2. Klavierkonzert und 3. Sinfonie).

Das Doppelkonzert, mit dem Brahms einen alten Streit mit seinem Freund Joseph Joachim aussöhnen wollte, wird von einem der größten Cellisten unserer Zeit gespielt: Alban Gerhardt ist für seinen unverwechselbaren Klang und eine absolut individuelle Spielweise weltberühmt. Gergana Gergova spielt die Violine. Dazu stellt Beermann mit der Nordwestdeutschen Philharmonie die hinreißend-lyrische 2. Sinfonie.

Linus Roth, Echo-Klassik-Preisträger, spielt das Brahms-Violinkonzert mit aller seiner charakteristischen Stilsicherheit und Klangkultur. Im Gegensatz zu manch einem Stargeiger hat er kein Problem mit dem Anspruch Brahms´, auf Solisten-Glamour zugunsten eines sinfonischen Gesamtklangs zu verzichten.

Michael Barenboim, Konzertmeister des WestEastern-Divan-Orchesters und Sohn berühmter Eltern (Daniel Barenboim und Elena Bashkirova), wird mit seinem Erlenbusch-Quartett und Günther Albers auf Gut Drechen das Klavierquintett von Brahms spielen, das als Höhepunkt seines kammermusikalischen Werks gilt.

Zwischen Bier- und Würstelbude begegnete Brahms in Wien Strauß-Walzern und Heurigenliedern – und ließ sich von ihnen zu seinen populärsten Werken, den „Liebesliederwalzern“, „Zigeunerliedern“ und „Ungarischen Tänzen“ inspirieren. Sie stehen im Mittelpunkt, wenn der Chor des Städt. Musikvereins Hamm mit Lothar R. Mayer den Innenhof von Schloss Heessen romantisch verzaubert.

Einen Ausflug in deutlich frühere Zeiten unternimmt NeoBarock auf Gut Kump: Barockmusik zeitgemäß spielen die Kölner beim Drei-Gang-Menü und demonstrieren die Entstehung des modernen Klavierquartetts in Werken von Bach, Mozart und Beethoven. Wishful Singing, fünf junge A-cappella-Sängerinnen aus Holland, starten musikgeschichtlich ganz früh, wenn sie sich im Schloss Oberwerries auf die Spur der Liebe im Wandel der Zeiten machen – und landen dabei in der liebesbewegten Neuzeit.

Abenteuerlustige Abwege von den Pfaden der Klassik sind es, die manch anderen Philharmoniker reizen: Bracc! will die oft verkannten Großviolinen ins Rampenlicht stellen. Acht Bratscher der Münchner Philharmoniker und ein Pianist sind eine entfesselte Rockband, ein puristisches Barock-Consort, balancieren im Audi-Potthoff-Hangar auf dem Drahtseil zwischen Konzertsaal, Rockschuppen und Kleinkunstbühne.
Noch heftiger treiben es vier Cellisten aus Berlin, wenn sie die schwimmende Lippebühne am Ruderclub erklimmen: Cellomania geht bis zum Äußersten, klettert auf den „Stairway to heaven“, spielt ABBA, Queen und Nirvana – und bringt die Lippe zum Kochen.

Klingt bieder, ist es aber nicht: Verwegene Volksmusik präsentiert Spark, die Klassik-Band, im Hangar des Luftsportclubs. Die fünf Senkrechtstarter der internationalen Klassikszene entdecken europäische Volksweisen und katapultieren sie mitten ins 21. Jahrhundert.

Lieben auch Sie Brahms? Dann freuen Sie sich auf den Sommer 2013. Und folgen Sie dem KlassikSommer auf seinen Abstechern aus den Konzerthallen Abwege zu Flugplatz, Gutshöfen, Lippeschlössern und Ruderclub, begleiten Sie ihn auf den Abwegen von Brahms-Romantik zu Chamber Rock, Barock und holländischem A-cappella-Swing.

Internet: www./hamm.de/kultur und www.klassiksommer.de

Kontakt

Klassik Sommer Hamm
Ostenalle 87
59071 Hamm


kartenvorverkauf@stadt.hamm.de
http://www.klassiksommer.de


Telefon: 02381/17-5555
Fax: 02381/17-2901
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