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Im Namen der Freiheit

Die erste Autobiographie aus der Feder einer Frau stammt von Marie Roland.

Sie hinterließ zudem eine große Anzahl von Briefen, die aus ihrem ereignisreichen Leben berichten. In diesem Leben spiegelt sich eine Epoche, in der vieles im Umbruch war, spürbar nicht nur in Frankreich sondern in ganz Europa, das auf das große Vorbild Frankreich, die Grande Nation, blickte.



Marie Roland, 1754 in Paris als Tochter eines Handwerkers geboren, erhielt eine exzellente Erziehung. Sie studierte die Schriften der Philosophen und fühlte sich besonders zu den Ausführungen Rousseaus hingezogen. 1780 heiratet sie den hochgebildeten Jean-Marie Roland, Forschungsreisender und Mitglied mehrerer Akademien. Mitgerissen von den Ereignissen der Französischen Revolution und den politischen Ambitionen ihres Mannes widmete sie ihr Leben der Politik, geriet aber wegen ihrer Haltung und der Machtverschiebungen der Girondisten und der Radikalen um Robespierre in Gefangenschaft und wird am 8. November hingerichtet – ihr Mann setzt daraufhin am 10. November seinem Leben selbst ein Ende.



Der überaus kenntnisreichen Autorin gelingt es mühelos, das gewichtige und an Dramatik überreiche Leben der Madame Roland sowie die Ereignisse einer ganzen Epoche den Leserinnen und Lesern verständlich zu machen. Nicht nur die Fakten spielen hierbei eine Rolle, sondern auch die Empathie für das Weltbild und das starke Leben einer wahrhaft ungewöhnlichen Frau.



CHRISTIANE LANDGREBE studierte Romanistik, Theologie und Philosophie, war Lektorin in verschiedenen Verlagen sowie Übersetzerin von Romanen und Sachbüchern aus dem Französischen und Italienischen. Sie ist Autorin diverser Bücher zu historischen und zeitgeschichtlichen Themen, darunter auch einer Biografie von Jean-Jacques Rousseau, dem Mentor der Madame Roland.


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